Internationales aus dem Studiengang

In den Themenbereichen Logistik und Handel müssen sich die Akteure in der Regel sicher auf internationalem Terrain bewegen können. Daher halten wir gerade im Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel den Erwerb von internationalen Erfahrungen im Verlauf des Studiums für eine sehr wichtige Säule. Die klassische Form dafür ist ein Auslandsstudium oder ein Auslandspraktikum. Zusätzlich besteht gemeinsam mit dem dänischen VIA University College in DK-Aarhus das Angebot zum Doppelabschluss über ein Double-Degree-Abkommen. Mit den weiteren strategischen Partnern HZ University of Applied Sciences (NL-Vlissingen) und Fonthys University of Applied Sciences (NL-Venlo) finden als internationales Logistik-Cluster Midplus zudem verstetigt Projekte und Vorlesungen im Rahmen des üblichen Studienprogramms statt, um auch im normalen Studienalltag internationale Erfahrungen zu ermöglichen (Vorlesungen, Seminare, Abschlussarbeiten).

Im Folgenden Beispiele für internationale Projekte im Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel:

TOPweek ECommerce und Multi-Chain-Management in Gengenbach, März 2017

Teilgenommen haben insgesamt 36 Studierende aus fünf Ländern. 19 davon studieren an der Hochschule Offenburg Betriebswirtschaft/Logistik und Handel (LH) oder verwandte Studiengänge. Des Weiteren waren aus Dänemark sechs Studierende angereist, aus den Niederlanden neun und zwei Austauschstudierende aus Malaysia und Mexiko konnten ebenfalls bei der TOPweek mitmachen. 

Das fünftägige Programm war für die Studierenden und Dozenten stark durchgetaktet: Bis zu vier Vorlesungen pro Tag, eine Gastvorlesung, Besichtigungen von Firmen wie Printus in Offenburg, Zalando in Lahr, ein Gespräch mit einem DHL-Vertreter, eine Exkursionen in die Region, viel Teamarbeit in gemischten Gruppen und den Abschlusspräsentationen am letzten TOPweek-Tag.  

Die gestellte Projektaufgabe der TOPweek war diesmal, die Logistik und das Webshopdesign für eine Discounterkette zu entwerfen, die bislang über Filialen ihre Produkte verkauft. Am Ende winkt ein Teilnahmezertifikat für die Studierenden und natürlich erste Erfahrung in der Zusammenarbeit in internationalen Teams.  Die Ausarbeitung im Nachgang der TOPweek findet in den internationalen Teams statt, wird an der Hochschule abgegeben und mit Noten beziehungsweise Credits bewertet. "Lernziel ist dabei, die länderübergreifende Zusammenarbeit auf Distanz zu üben", betont Prof. Dr. Andrea Müller von der Hochschule Offenburg, die mit Kollegen der Fontys Hogeschool, NL-Venlo und der Hochschule Offenburg bei der TOPweek englischsprachige Vorlesungen hielt und für die Studierenden Laborbesuche organisierte.

Dänisch-Deutsches Austauschseminar

Im Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel wurde im Wintersemester 2015/16 ein internationales Projekt in englischer Sprache im Rahmen des bestehenden Curriculums durchgeführt. Grundlage aufseiten der Hochschule Offenburg war das Pflichtfach „Projektseminar“ im sechsten Semester des Studiengangs. In diesem Seminar arbeiten die Studierenden in Teams an realen Themen aus der Praxis.

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Studiengang „Value Chain Management“ der dänischen VIA University College, Aarhus durchgeführt. Mit diesem sehr engen Partner unseres Studiengangs besteht bereits ein Double Degree Abkommen und es wird eine weitere Verstetigung und Vertiefung der Zusammenarbeit angestrebt. So sollte das Projektseminar zeigen, inwiefern auch im regulären Curriculum eine internationale Zusammenarbeit sinnvoll und möglich ist.

Fünf dänische und vier deutsche Studierende haben ein internationales Projektteam gebildet. Partnerunternehmen war Holger Christiansen A/S, Esbjerg, ein dänisches Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH.

Das Projekt war in drei Stufen geteilt: Zunächst hat das Projektteam eine Woche gemeinsam am Unternehmenssitz in Esbjerg verbracht. Ziel war es, selbständig Ansätze für Verbesserungen der logistischen Abläufe zu suchen und daraus in Zusammenarbeit mit Führungskräften des Unternehmens ein Projektziel zu erarbeiten. Dieses Ziel wurde sehr effizient erreicht und so blieb noch Zeit genug, um die benötigten Daten zu sammeln und Arbeitspakete aufzuteilen.

In der Folgewoche haben die Teammitglieder in Stufe zwei des Projekts von den Heimatländern aus agiert. In dieser für internationale Projekte typischen Arbeitsweise lag ein spezielles Lernziel, nämlich über große Distanz eine effiziente Teamarbeit aufrecht zu erhalten, was auch sehr gut gelang.

In einer letzten Stufe sind die dänischen Studierenden für eine Woche nach Gengenbach gekommen, so dass gemeinsam an einem Ort letzte Diskussionen geführt und der Projektbericht abgeschlossen werden konnte. Dankenswerterweise wurde das Projekt großzügig vom Verein der Freunde und Förderer der Hochschule Offenburg unterstützt, ohne deren Mithilfe die Idee nicht hätte umgesetzt werden können.