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Gengenbacher Team nominiert

In der Kategorie "Unternehmens-Apps" ist ein Gengenbacher Wirtschaftsingenieur-Team als eines der drei besten Projekte für den so genannten "BW Goes Mobile Award" nominiert worden. Professor Martin Zimmermann, Björn Althun, Gilbert Seilheimer und Urs Sonderegger haben ihr Projekt "KMU Smart Factory" kürzlich der Jury vorgestellt. Idee des Projektes ist es, so genannte kontextbezogene Assistenzfunktionen für die Mitarbeiter in der Fertigung eines Kleinen und Mittleren Unternehmens (KMU) als Teil einer mobilen Applikation bereitzustellen. Der "BW Goes Mobile Award" ermöglicht es Studierenden, Entwicklern, Unternehmern und Startups aus Baden-Württemberg ihre Projekt- oder Geschäftsidee rund um eine mobile Anwendung zu realisieren. Bereits seit 2009 prämiert der Wettbewerb in je vier Kategorien die jeweils vielversprechendsten Einreichungen im Hinblick auf Innovationsgehalt, Kommerzialisierungs-/Marktpotential und Realisierbarkeit mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Steigenden Anforderungen gerecht werden

"In Zukunft werden bei Fertigungsunternehmen die Anforderungen an Stückzahl- und Variantenflexibilität weiter steigen, ungeplante Ereignisse wie Maschinenausfall, Produktspezifikationsänderung bei bereits laufender Produktion werden zunehmen", so Martin Zimmermann. Idee der mobilen Applikation sei es, die Mitarbeiter in der Fertigung eines KMU durch innovative kontextbezogene Assistenzfunktionen zu unterstützen.

Zum aktuellen Kontext eines Mitarbeiters gehören insbesondere die Objekte in seiner Umgebung (z.B. Fertigungsmaschine) und seine aktuell durchzuführenden Tätigkeiten (z.B. Fehlerbehebung). Die mobile Applikation soll folgende Tätigkeiten in der Fertigung durch Assistenzfunktionen unterstützen:

  • Konfigurationsvorgänge beim Einrichten von Fertigungsmaschinen (für neue Aufträge)
  • Fehlerbehebungsmaßnahmen (z.B. bei Stillstand von Maschinen) 
  • Dokumentation von Fehlersituationen mit Audioannotationen (über das Mikrofon eines mobilen Endgerätes) und Fotos zur Unterstützung der Qualitätssicherung
  • Anzeige von verfügbaren Experten (die sich mit der Maschine auskennen) und Kontaktaufnahme per Audio- oder Videotelefonat.

Neuartig ist der Einsatz von mobilen Endgeräten, die Art und der Umfang der Assistenzfunktionen aber auch die plattformunabhängige Software-Architektur mittels HTML5 Technologien und modernen Frameworks. Die mobile Applikation stellt kontextbezogene Funktionen zur Verfügung, die die Arbeit in der Produktion in einem KMU vereinfachen und optimieren können.

Die App zeichnet sich insbesondere durch einen sinnvollen und effektiven Einsatz von Gerätefunktionen aus: 

  • Erfassen des Kontexts durch Scannen des Barcode an der Maschine über die Kamerafunktion
  • Integrierte Foto- und Mikrofonfunktion für die multimediale Dokumentation von Fehlersituationen (Audiokommentare des Mitarbeiters und Fotos zur Fehlersituation).

Die Plattformunabhängigkeit der Software-Architektur werde durch den konsequenten Einsatz von HTML5-Technologien erreicht. Dazu gehöre auch, dass die Applikation teilweise offline, also ohne Netzanbindung, einsetzbar ist. So können bei der Erfassung von Fehlersituationen diese zunächst lokal auf dem mobilen Endgerät gespeichert werden. Dies betrifft auch andere Assistenzfunktionen, da die App mit vorinstallierten Inhalten (zu den verschiedenen Maschinen und Tätigkeiten) konfiguriert werden kann (und bei Bedarf aktualisiert wird). Dies sei wichtig, da nicht in allen KMUs im Produktionsbereich tatsächlich drahtlose Netzwerke (WLANs) verfügbar oder gewünscht sind.

Hier gibt es weitere Informationen über den Award.