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423 Studierende verabschiedet

Eine gut gefüllte Oberrheinhalle bei der Hochschulfeier. // Bild: sg

Die Zeugnisse sind druckfrisch: "Der Drucker hat sie gerade noch rechtzeitig ausgespuckt", berichtet Bruno Litterst, der im Studierendensekretariat am neuen Bildungscampus in Gengenbach arbeitet und bei der Hochschulfeier in der Oberrheinhalle die begehrten Dokumente ausgibt. Denn so lange ist der Drucker noch nicht in Betrieb - es sind die ersten Zeugnisse, die am Bildungscampus gedruckt worden sind. Insgesamt sind es 423 Zeugnisse, die während der Hochschulfeier ausgegeben werden.

"Deutschland als zweite Heimat"

Eines davon ist das Zeugnis von Carolin Lutz. "Es gibt keine Steigerung", lobt ihr Studiengangsleiter Professor Dr. Peter Treffinger. Eine glatte 1,0 hat die 25-Jährige aus dem pfälzischen Speyer in dem internationalen Masterstudiengang "Energy Conversion and Management" (ECM) geschafft. Sie hält an diesem Abend stellvertretend für alle Absolventen eine Rede und spricht vor allem ihre Kommilitonen aus dem Ausland an: "Es war sehr spannend von Euch zu lernen. Beispielsweise die indische Gelassenheit und den Optimismus, die iranische Freundlichkeit oder die südamerikanische Zuvorkommenheit zu erfahren." Insgesamt waren es in ihrem Semester 24 Studierende aus neun verschiedenen Ländern. "Ich hoffe sehr, dass ihr Deutschland als eine zweite Heimat kennengelernt habt."

DAAD-Preis für Medizintechnik-Student aus Kamerun

Internationale Erfahrung hat auch der Medizintechnik-Student Pierre Christian Takam in Offenburg gesammelt: In Kamerun geboren und aufgewachsen, hat er sich entschieden, für sein Studium, das er schon immer im medizinischen Bereich machen wollte, nach Deutschland zu gehen. Nach einem siebenmonatigen Deutschkurs in Freiburg kam er an die Hochschule Offenburg, wo er 2010 mit dem gerade erst eingerichteten Studiengang Medizintechnik begann. Für seine sehr guten Leistungen im Studium - derzeit macht er sein Abschlussprojekt im Herzzentrum in Bad Krozingen - hat er während der Hochschulfeier den mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis von Hochschulrektor Professor Dr. Winfried Lieber und DAAD-Präsidentin Professor Dr. Margret Wintermantel, Gastrednerin des Abends, erhalten. Winfried Lieber lobt neben den guten Studienleistungen vor allem das Engagement des Kameruners neben dem Studium: "Er ist Kulturbeauftragter beim Verein afrikanischer Studenten in Offenburg, spielt Tennis im Hochschulsport, engagiert sich auch als Tutor für andere Studierende."

Wettbewerbsvorteil durch Internationalität

Ihre Internationalität verschaffe der Hochschule Offenburg einen Wettbewerbsvorteil, hebt Margret Wintermantel in ihrer Rede hervor: "Wir haben hier eine enorme Erweiterung des lokalen Horizonts durch englisch- oder französischsprachige Studiengänge - auch die langjährigen Beziehungen zu Frankreich sind ein großer Schatz und eine stabile Basis." Mit Blick auf die Herkunftsorte der 423 Studierenden sagt Rektor Lieber: "Ich sehe die Geburtsorte, die den regionalen Einzugsbereich genauso wie die ausgeprägte Internationalität der Hochschule widerspiegeln." So kommt DAAD-Preisträger Pierre Christian Takam aus Kamerun, Abschlussrednerin Carolin Lutz aus der Pfalz. "Ein bisschen ist das so, als ob die Welt zu Gast in Offenburg wäre", sagt die 25-Jährige in ihrer Abschlussrede.


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