Umschlagplanung und -steuerung im kombinierten Verkehr

Containerverkehre sind in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen. Um den Anteil der Bahnverkehre ausbauen zu können, müssen die Container an entsprechenden Terminals möglichst schnell und zu geringen Kosten umschlagen werden können.

Der Fokus dieses Forschungsfeldes liegt auf der Ausgestaltung von Terminalprozessen, die auf verhältnismäßig geringem Raum den Umschlag zwischen mehreren Verkehrsträgern (Bahn, Schiff, LKW) realisieren müssen. D. h., es sind nur geringe Kapazitäten für die Zwischenlagerung vorhanden. Die Prozesse müssen dementsprechend unter den Verkehrsträgern koordiniert werden (Handshake) bzw. von einem Handhabungssystem ausgeführt werden. Das Ziel besteht jeweils in der Maximierung von Doppelspielbewegungen. Dies stellt besondere Herausforderungen an die diskrete, kombinatorische Termin- und Reihenfolgenplanung.

Zugehörige Planungsalgorithmen müssen die verfügbaren Ressourcen, die Kapazitäten sowie die Belieferungszeitfenster an den jeweiligen Verkehrsträgern berücksichtigen und angesichts des kontinuierlichen, aber der aufgrund von Eilaufträgen oder Verspätungen in der Regel nicht deterministischen, Auftragseingangs on-line Entscheidungen treffen.

Vor dem Hintergrund der integrierten Prozessabläufe spielt hier die Problematik der Festlegung der Abarbeitungsreihenfolge von LKW-Transporten eine besondere Rolle. Zusätzlich zu der rein ablaufoptimierend ausgerichteten Termin –und Reihenfolgenplanung werden in diesem Zusammenhang auch Möglichkeiten untersucht, Revenue Management Ansätze zu integrieren. Neben der gezielten Steuerung der Nachfrage und damit einer besseren Planbarkeit der Transporte soll hier zusätzlich ein Beitrag zur Verbesserung der Ertragssituation der Terminalbetreiber geleistet werden.

 

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