Modulhandbuch

Betriebswirtschaft (BWM)

Management & Governance

Empfohlene Vorkenntnisse

Kenntnisse der Finanzanalyse, der Investitionsrechnung und des Strategischen Managements, Allgemeine betriebswirtschaftliche Kenntnisse

Lehrform Vorlesung/Seminar
Lernziele / Kompetenzen

Die Studierenden kennen die Konzeption des wertorientierten und des ethikorientierten Managements sowie auch Begriff, Aufgaben und Ziele der Corporate Governance. Sie verstehen, dass der Regelrahmen der Corporate Governance eine Bedingung des wertorientierten und ethikorientierten Managements ist und dass beide Managementkonzeptionen gleichermaßen als Bedingungen bei der Gestaltung des Regelrahmens der Corporate Governance zu beachten sind. Auf dieser Grundlage entwickeln die Studierenden die Fähigkeit zur integrierten Analyse von Management- und Governancefragen und ein Verständnis für die Bedeutung einer ‚Good Corporate Governance‘. Sie können grundlegende Modelle zur Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte miteinander in Beziehung setzen und auf praktische Unternehmensfragen anwenden. Ferner sind sie in der Lage, Ansprüche an Unternehmen aus der Perspektive unterschiedlicher Stakeholdergruppen zu beurteilen und auf ihren Geltungsanspruch zu prüfen.

Dauer 1
SWS 4.0
Aufwand
Lehrveranstaltung 60 h
Selbststudium / Gruppenarbeit: 120 h
Workload 180 h
ECTS 6.0
Voraussetzungen für die Vergabe von LP

Modulprüfung Klausur (K60) sowie Hausarbeit und Referat (HA+RE)
Gewichtung: 50% Klausur, 50% HA+RE (Gewichtung HA+RE: HA 75%, RE 25%)

Modulverantwortlicher

Prof. Dr. rer. pol. habil. Matthias Graumann  

Empf. Semester 1. oder 2. Semester
Haeufigkeit jedes 2. Semester
Verwendbarkeit

Betriebswirtschaft (Master)

Veranstaltungen

Wert- und Ethikmanagement

Art Seminar
Nr. B+W1150
SWS 2.0
Lerninhalt
  • Konzeptionelle Grundlagen der wertorientierten Unternehmensführung;
  • Analyse wertorientierter Kennzahlen und Werttreiber anhand ausgewählter Unternehmen (Shareholder-Perspektive);
  • Analyse wertorientierter Informationen anhand ausgewählter Unternehmen (Stakeholder-Perspektive);
  • Konzeptionelle Möglichkeiten zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit unternehmerischen Handelns.
Literatur

Petersen, T./Quandt, J. H./Schmidt, M.: Führung in Verantwortung. Ethische Aspekte für ein zeitgemäßes Management, Wiesbaden 2017.
Krause, H.-U.: Ganzheitliches Reporting als Management-Instrument, Berlin 2016.
Dilerup, R./Stoi, R.: Unternehmensführung, 5. Aufl., München 2016.
Thommen, J.  P.: Glaubwürdigkeit im Stakeholder-Management, 3. Aufl., Zürich 2015.
Schmidlin, N.: Unternehmensbewertung und Kennzahlenanalyse München 2013.

Corporate Governance

Art Vorlesung
Nr. B+W1151
SWS 2.0
Lerninhalt

Grundlagen

  • Unternehmen und Corporate Governance
  • Manager, Managerziele und Größenwahn
  • Die Arbeitssituation von Führungskräften

Handwerkszeug der Leitung und Überwachung

  • Kontrollen durchführen
  • Sich selbst und andere lenken
  • Entscheidungen in Gruppen treffen
  • Eine offene Diskussionskultur schaffen
  • Das Risiko von Entscheidungen beurteilen

Die Informationsgrundlage unternehmerischer Entscheidungen

  • Rechtliche Vorgaben und betriebswirtschaftliche Umsetzung
  • Rechtliche Vorgaben und betriebswirtschaftliche Umsetzung (Forts.)
  • Fallstudie "Personalkosten kürzen"
  • Fallstudie "Neue Sachbearbeitung beim Versicherungsunternehmen HUK-Coburg

Exkurs: Wie funktioniert die Wissenschaft?

Literatur

Frese, E./Graumann, M.: Die Überwachung des Vorstands börsennotierter Aktiengesellschaften. In: Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG), 6. Jg. (2011), S. 157-164.
Graumann, M.: Graumann, M.: Angemessene Informationsgrundlage von Prognosen bei unternehmerischen Entscheidungen. In: ZIP - Zeitschrift für Wirtschaftsrecht, 2/2021, S. 61-70.
Graumann, M.: Der Entscheidungsbegriff in § 93 Abs. 1 Satz 2 AktG - Rekonstruktion des traditionellen Verständnisses und Vorschlag für eine moderne Konzeption. In: Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht (ZGR), Band 40 (2011), Heft 3, S. 293-303.
Graumann, M.: Gesellschaftsrechtliche Anforderungen an die Informationsgrundlage unternehmerischer Entscheidungen - Versuch einer Konkretisierung unter Einbeziehung betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse. In: Corporate Compliance Zeitschrift, 3. Jg. (2010), S. 222-228.
Graumann, M./Beier, M.: Haftungsabwehr durch „angemessene Information". In: Zeitschrift der Unternehmensberatung (ZUb), 3. Jg. (2008), S. 198-210.
Graumann, M./Bialasinski, M./Beier, M.: Software-gestützte Erstellung von Entscheidungsbegründungen. In: Zeitschrift der Unternehmensberatung, 4. Jg. (2009), S. 122-128 und S. 181-186.
Graumann, M./Engelsleben, T.: Warum Geschäftsleiter für die Beurteilung der Informationsgrundlage von Prognosen ein regelbasiertes Verfahren benötigen. In: Zeitschrift für Corporate Governance, 6. Jg. (2011), S. 69-75.
Graumann, M./Foit, K.: Vielfalt der Kontrolle. In: Der Aufsichtsrat, 9. Jg. (2012), S. 101-103.
Graumann, M./Grundei, J.: Die Beurteilung der Informationsbasis zustimmungspflichtiger Geschäfte. In: Der Aufsichtsrat, 11. Jg. (2014), S. 21-23.
Graumann, M./Grundei, J.: Wann entsprechen unternehmerische Entscheidungen der gesellschaftsrechtlichen Anforderung „angemessener Information"? In: Die Betriebswirtschaft (DBW), 71. Jg. (2011), S. 379-399.
Graumann, M./Grundei, J.: Nachweis einer „angemessenen Information" im Sinne der Business Judgment Rule durch Rückgriff auf anerkannte betriebswirtschaftliche Verhaltensmaßstäbe - Das Beispiel der Eliminierung einer Leitungsebene im Hause Siemens. In: Zeitschrift für Corporate Governance, 10. Jg. (2015), S. 197-204.
Graumann, M./Grundei, J./Linderhaus, H.: Ausübung des Geschäftsleiterermessens bei riskanten Entscheidungen - Die Business Judgment Rule als Beitrag zu guter Corporate Governance. In: Zeitschrift für Corporate Governance (ZCG), 4. Jg. (2009), Heft 1, S. 20-26.
Graumann, M./Grundei, J.: Business Judgment Rule. In: Die Betriebswirtschaft (DBW), 65. Jg. (2005), S. 652-656.
Graumann, M./Linderhaus, H./Grundei, J.: Wann ist die Risikobereitschaft bei unternehmerischen Entscheidungen „in unzulässiger Weise überspannt"? In: Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, 61. Jg. (2009), S. 492-505.
Graumann, M./Niedostadek, A.: Bestimmung und Beurteilung von Entscheidungsrisiken. In: Der Aufsichtsrat, 7. Jg. (2010), S. 174-176.
Grundei, J./Graumann, M.: Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat bei strategischen Entscheidungen. In: Grundei/Zaum­seil (Hrsg.), Der Aufsichtsrat im System der Corporate Governance, Wiesbaden 2012, S. 279-329.
Grundei, J./Graumann, M.: Was behindert offene Diskussionen im Aufsichtsrat? In: Der Aufsichtsrat, 8. Jg. (2011), S. 86-88.
Grundei, J./Graumann, M.: Beurteilung der Qualität von Managemententscheidungen durch den Aufsichtsrat. In: Der Aufsichtsrat, 6. Jg. (2009), S. 53-55.
Grundei, J./Talaulicar, T.: Begriff, Entwicklung und Bedeutung der Corporate Governance. In: Schweitzer/Baumeister (Hrsg.), Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Berlin 2015, S. 95-142.
Kahnemann, D./Lovallo, D./Sibony, O.: Grundsätze für Entscheider. In: Harvard Business Manager (2011), S. 19-31.
Luhmann, N.: Zweckbegriff und Systemrationalität, Tübingen 1968.
Talaulicar, T.: Normierungseffekte der Co-Regulierung von Standards guter Corporate Governance. In: Lenel et al. (Hrsg.), ORDO - Jahrbuch für die Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft, Stuttgart 2011, S. 269-295.
Theisen, M.R.: Überwachung der Geschäftsführung. In: Wittmann et al. (Hrsg.), Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, Stuttgart 1993, Sp. 4219-4231.
v. WerderA.: Führungsorganisation, 2. Aufl., Wiesbaden 2008.
v. Werder, A.: Ökonomische Grundfragen der Corporate Governance. In: Hommelhoff et al. (Hrsg.), Handbuch Corporate Governance, Köln u.a. 2003, S. 3-27.
v. Werder, A.: Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensleitung. In: ZfbF-Sonderheft 36 (1996), S. 27-73.
v. Werder, A./Grundei, J.: Evaluation der Corporate Governance. In: Hommelhoff et al. (Hrsg.), Handbuch Corporate Governance, Köln u.a. 2003, S. 675-695.