Internationales aus dem Studiengang

In den Themenbereichen Logistik und Handel müssen sich die Akteure in der Regel sicher auf internationalem Terrain bewegen können. Daher halten wir gerade im Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel den Erwerb von internationalen Erfahrungen im Verlauf des Studiums für eine sehr wichtige Säule. Die klassische Form dafür ist ein Auslandsstudium oder ein Auslandspraktikum. Zusätzlich besteht gemeinsam mit dem dänischen VIA University College in DK-Aarhus das Angebot zum Doppelabschluss über ein Double-Degree-Abkommen. Mit den weiteren strategischen Partnern HZ University of Applied Sciences (NL-Vlissingen) und Fonthys University of Applied Sciences (NL-Venlo) finden als internationales Logistik-Cluster Midplus zudem verstetigt Projekte und Vorlesungen im Rahmen des üblichen Studienprogramms statt, um auch im normalen Studienalltag internationale Erfahrungen zu ermöglichen (Vorlesungen, Seminare, Abschlussarbeiten).

Im Folgenden Beispiele für internationale Projekte im Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel:

Bachelor-Thesis bei einem Unternehmen in den USA

VW-Produktionswerk in Chattanooga, TN.

Bereits während meines Praxissemester wurde mir klar, dass ich meine Abschlussarbeit praxisorientiert in einem Unternehmen schreiben möchte. Nach zahlreichen Bewerbungen bei verschiedenen Unternehmen bekam ich das Angebot meine Abschlussarbeit bei einem Unternehmen in den USA zu schreiben. Nach einem langwierigen Visumsprozess ging es für mich für fünf Monate ab Mitte September 2016 nach Chattanooga, Tennesse zu Schnellecke Logistics USA, LLC. Während meines Aufenthaltes war ich bei einer super Gastfamilie untergebracht, bei welcher ich die amerikanische Kultur miterleben durfte. Mein Arbeitsplatz während meiner Zeit vor Ort war direkt im Lager wodurch ich direkt am Geschehen saß und alle Lagerbewegungen mitverfolgen konnte. Die Abschlussarbeit habe ich dann zum Thema “Efficiency analysis of the warehouse material flow for the ramp up of new vehicle model” geschrieben, da zu dieser Zeit ein neuer Fahrzeuganlauf geplant und umgesetzt werden musste. Zwischendurch habe ich meine Thesis-Phase mit einem zweiwöchigen Floridaurlaub aufgelockert, welcher mir neue Kraft für die letzten paar Wochen gegeben hat. Mein Aufenthalt in den USA hat nicht nur mein Sprachvermögen sehr gestärkt, sondern auch mein logistisches Wissen geschult und mir gezeigt, dass ich das Richtige studiert habe. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Prof. Dr. Ing. Ingo Dittrich bedanken, der meine Abschlussarbeit betreut hat und natürlich beim Schnellecke USA Team für die super Aufnahme im Team und der Betreuung.

Die Firma Schnellecke bietet auch ein 12-monatiges, internationales Trainee Programm an, bei welchem man an vier unterschiedlichen Stationen auf der Welt eingesetzt wird. Also ideal für Absolventen des Studiengangs Logistik und Handel. Nähere Informationen unter: www.schnellecke.com/karriere/einstiegsmoeglichkeiten/hochschulabsolventen/

Bericht von Frauke Bühring, Absolventin 2017 in B.A. Betriebswirtschaft- Logistik und Han

TOPweek ECommerce und Multi-Chain-Management in Gengenbach, März 2017

Teilgenommen haben insgesamt 36 Studierende aus fünf Ländern. 19 davon studieren an der Hochschule Offenburg Betriebswirtschaft/Logistik und Handel (LH) oder verwandte Studiengänge. Des Weiteren waren aus Dänemark sechs Studierende angereist, aus den Niederlanden neun und zwei Austauschstudierende aus Malaysia und Mexiko konnten ebenfalls bei der TOPweek mitmachen. 

Das fünftägige Programm war für die Studierenden und Dozenten stark durchgetaktet: Bis zu vier Vorlesungen pro Tag, eine Gastvorlesung, Besichtigungen von Firmen wie Printus in Offenburg, Zalando in Lahr, ein Gespräch mit einem DHL-Vertreter, eine Exkursionen in die Region, viel Teamarbeit in gemischten Gruppen und den Abschlusspräsentationen am letzten TOPweek-Tag.  

Die gestellte Projektaufgabe der TOPweek war diesmal, die Logistik und das Webshopdesign für eine Discounterkette zu entwerfen, die bislang über Filialen ihre Produkte verkauft. Am Ende winkt ein Teilnahmezertifikat für die Studierenden und natürlich erste Erfahrung in der Zusammenarbeit in internationalen Teams.  Die Ausarbeitung im Nachgang der TOPweek findet in den internationalen Teams statt, wird an der Hochschule abgegeben und mit Noten beziehungsweise Credits bewertet. "Lernziel ist dabei, die länderübergreifende Zusammenarbeit auf Distanz zu üben", betont Prof. Dr. Andrea Müller von der Hochschule Offenburg, die mit Kollegen der Fontys Hogeschool, NL-Venlo und der Hochschule Offenburg bei der TOPweek englischsprachige Vorlesungen hielt und für die Studierenden Laborbesuche organisierte.

Dänisch-Deutsches Austauschseminar

Im Studiengang Betriebswirtschaft/Logistik und Handel wurde im Wintersemester 2015/16 ein internationales Projekt in englischer Sprache im Rahmen des bestehenden Curriculums durchgeführt. Grundlage aufseiten der Hochschule Offenburg war das Pflichtfach „Projektseminar“ im sechsten Semester des Studiengangs. In diesem Seminar arbeiten die Studierenden in Teams an realen Themen aus der Praxis.

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem Studiengang „Value Chain Management“ der dänischen VIA University College, Aarhus durchgeführt. Mit diesem sehr engen Partner unseres Studiengangs besteht bereits ein Double Degree Abkommen und es wird eine weitere Verstetigung und Vertiefung der Zusammenarbeit angestrebt. So sollte das Projektseminar zeigen, inwiefern auch im regulären Curriculum eine internationale Zusammenarbeit sinnvoll und möglich ist.

Fünf dänische und vier deutsche Studierende haben ein internationales Projektteam gebildet. Partnerunternehmen war Holger Christiansen A/S, Esbjerg, ein dänisches Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH.

Das Projekt war in drei Stufen geteilt: Zunächst hat das Projektteam eine Woche gemeinsam am Unternehmenssitz in Esbjerg verbracht. Ziel war es, selbständig Ansätze für Verbesserungen der logistischen Abläufe zu suchen und daraus in Zusammenarbeit mit Führungskräften des Unternehmens ein Projektziel zu erarbeiten. Dieses Ziel wurde sehr effizient erreicht und so blieb noch Zeit genug, um die benötigten Daten zu sammeln und Arbeitspakete aufzuteilen.

In der Folgewoche haben die Teammitglieder in Stufe zwei des Projekts von den Heimatländern aus agiert. In dieser für internationale Projekte typischen Arbeitsweise lag ein spezielles Lernziel, nämlich über große Distanz eine effiziente Teamarbeit aufrecht zu erhalten, was auch sehr gut gelang.

In einer letzten Stufe sind die dänischen Studierenden für eine Woche nach Gengenbach gekommen, so dass gemeinsam an einem Ort letzte Diskussionen geführt und der Projektbericht abgeschlossen werden konnte. Dankenswerterweise wurde das Projekt großzügig vom Verein der Freunde und Förderer der Hochschule Offenburg unterstützt, ohne deren Mithilfe die Idee nicht hätte umgesetzt werden können.