Midplus House

Für die Zusammenarbeit ist ein Beschreibungs- und Entscheidungsmodell namens „Midplus House“ aufgesetzt worden, welches der strategischen Ausrichtung der Kooperation sowie der Festlegung der zugehörigen taktischen und operativen Maßnahmen dient. Die Zusammenarbeit ist in verschiedenen Ebenen geregelt, welche interdependent aufgebaut sind. Sie wird über Richtlinien im Rahmen eines Letter of Intent gestützt.

„The  target  is  to  achieve  a  steady  and  sustainable  student  and  staff  mobility  in  order  to enhance cross-border  knowledge in the field of Logistics and Supply Chain Management with all its facets“

 

 

Im Folgenden werden die Ebenen mit deren Inhalten und Zielsetzungen beschrieben:

Bottom Layer: Diese Ebene stellt die grundsätzliche Zusammenarbeit von Partnerhochschulen beispielsweise auf Basis von Erasmus+ dar: Dazu gehören die „Student mobility“ in Form von Auslandsstudium und Auslandspraktikum sowie die im Midplus house als Enabler betrachtete „Teaching mobility“. Neu formuliert wurde im Midplus house die „Knowledge mobility“, welche den gegenseitigen Austausch von Wissen konzeptualisiert. Damit ist einerseits explizit die Streuung von Fachwissen eines oder weniger Partner an die anderen Partner gemeint, die sich in einem Spezialgebiet – z.B. maritime Logistik – nicht auskennen. Andererseits gehört dazu aber auch die gegenseitige Ergänzung von Wissen.

Im Midplus house bilden diese Elemente das Fundament der Zusammenarbeit, denn längerfristige Auslandsaufenthalte (Studium oder Praktikum) ermöglichen schlicht die tiefgreifendsten Erfahrungen mit internationalem Bezug und der Austausch von jeweils nationalem Wissen führt zu einer für Hochschulen essentiellen internationalen Wissensbasis über logistische Themen.

Medium Layer: Diese Ebene bildet mittelfristig den Arbeitsschwerpunkt von Midplus. Aktivitäten auf dieser Ebene sollen Studierende in ihrem nationalen Studienverlauf abholen, begeistern und damit zu den fundamentalen Mobilitätsformen führen. Gleichzeitig stellen die Aktivitäten aber losgelöst eine eigene, intensive internationale Erfahrung – kulturell wie inhaltlich - für Studierende und Dozenten dar. So können auch Studierende, die finanziell oder familiär in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, internationale Erfahrungen sammeln.

TOP Layer: In der obersten Ebene des Midplus house sind Themen formuliert, die jeweils die höchste Form der Vernetzung von Partnerhochschulen darstellen. Auf dieser Ebene sind aktuell Pilotprojekte installiert (z.B. Double Degree).

 

 

Wichtig ist den Partnern, über eine gemeinsame Vision und Mission die weiteren Tätigkeiten im Sinne der Interessen und Bedürfnisse der Studierenden und der Wirtschaftspraxis koordiniert und effizient durchzuführen:

 „We add value to each other“: Durch einen offenen und grenzenlosen Informationsaustausch werden durch das Cluster alle einzelnen Beteiligten aus Hochschulen und Wirtschaftspraxis gestärkt. Eine starke Vernetzung zwischen Hochschulen und Unternehmen über die Aktivitäten des Midplus Logistics Knowledge Clusters garantiert einen Wissenstransfer in beide Richtungen.

Die Aktivitäten des Midplus Logistics Clusters werden über alle Studiensemester hinweg engmaschig in das Curriculum eingewoben. Die Studierenden sollen damit einerseits an einen Auslandsaufenthalt herangeführt werden. Andererseits bekommen auch Studierende, deren nachvollziehbare familiäre und persönliche Gründe einen Weggang für längere Zeit verhindern, über Kurzaufenthalte wenigstens ansatzweise eine andere Lern-, Arbeits- und Lebenskultur vermittelt. Neben einigen Pflichtveranstaltungen können die Studierenden dabei im Verlauf des Studiums den Grad ihrer internationalen Ausbildung selbst bestimmen.

„Together we form a strong supply chain“ bezeichnet eine gegenseitige inhaltliche Ergänzung. Die beteiligten Hochschulen sind in ihren Ländern für die Logistik angesehene Hochschulen und wir bieten gemeinsam ein nahezu vollständiges Angebot an Logistikthemen über die Lieferkette hinweg. Weiterhin bieten die Partnerhochschulen exzellente Englischkenntnisse der Dozenten, so dass auch sprachlich für die Studierenden ein Lerngewinn zu erwarten ist.